Viele Impulse für die inklusive Praxis

16.12.2014

Viele Impulse für die inklusive Praxis


Auf drei verschiedenen Veranstaltungen im Herbst erhielten die Gemeinsam klasse-Schulen zahlreiche Anregungen für ihre Unterrichts- und Schulentwicklung.


3. Netzwerktreffen in Trier
Auf dem dritten Netzwerktreffen trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Modellschulen, der Praxiscoach-Teams, der Universität Trier und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und widmeten sich dem Thema  „Wie kann ich jedem Kind gerecht werden? Impulse für individuelle Förderung im inklusiven Unterricht“. Dabei lernten die Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten und Methoden zur Planung, Durchführung und Reflexion des inklusiven Unterrichts kennen. „Viele Grundlagen für inklusiven Unterricht kennen Sie schon oder wenden diese vielleicht bereits an. Inklusion braucht nicht unbedingt neue Methoden, sondern vor allem das Nachdenken über Methoden!“ Spannende Einblicke ermöglichte auch das Selbstevaluationsinstrument „QIK-Check – Qualität in inklusiven Klassen“, mit dessen Hilfe Pädagoginnen und Pädagogen ihre Arbeit einschätzen und so Potentiale und Herausforderungen verdeutlichen können. Einen praktischen Einblick, wie individuelle Förderung im Unterricht bereits umgesetzt wird, bot Sabine Kreutzer. Die Schulleiterin der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn berichtete vom Schulentwicklungsprozess und dem an der Schule angewendeten Daltonplan-Konzept.

Hospitation an der Grundschule-Wolperath-Schönau
Noch mehr Impulse für die Praxis erhielten die Modellschulen bei einer Hospitation an der Grundschule-Wolperath-Schönau. Hier hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, individuelles Lernen im Werkstattunterricht hautnah mitzuerleben: Die offene Unterrichtsform findet dort jahrgangsübergreifend jeden Freitagvormittag zu unterschiedlichen Themen statt und ermöglicht es, individuelle Interessen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. In diesem Schuljahr werden acht Werkstätten zu unterschiedlichen Themen wie etwa Gesunde Schule, Tanzprojektwerkstatt und Mathematikwerkstatt angeboten. Der kollegiale Austausch ermöglichte es den Teilnehmenden der Hospitation, voneinander zu lernen und brachte so viele Lehrkräfte auf ihrem eigenen Entwicklungsweg voran: „Die Atmosphäre und Gestaltung der Räume kennenzulernen und die Gelegenheit, praktisch in die Arbeit reinschnuppern zu können, hat mich ganz besonders inspiriert!“, so eine Teilnehmerin.


Fundraising-Fortbildung
Trotz vieler Ideen stehen zahlreiche Schulen vor der Herausforderung, mit knappen Ressourcen haushalten zu müssen. Die Frage, wie Schulen und Fördervereine zusätzliche Unterstützung für sich gewinnen können, stand daher im Mittelpunkt der Fundraising-Fortbildung mit Karin Buchner. Statt trockener Theorie lernten die Teilnehmenden hier viele Beispiele, praktische Tipps und Antworten auf ihre Fragen kennen: Worauf sollte ich achten, um Förderer und Unterstützer von meiner Idee zu überzeugen? Welche Wege der Ansprache kann ich nutzen? Wie stärke und mobilisiere ich mein Netzwerk? Eine wichtige Erkenntnis des Nachmittags lautete: „So eine Aufgabe muss nicht von mir alleine gestemmt werden, sondern kann auf viele Schultern im Team verteilt werden!“

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