Neuveröffentlichungen: Auf welchem Stand befindet sich inklusive Schulbildung in Deutschland?

27.03.2014

Anlässlich des UNESCO-Gipfels „Inklusion - Die Zukunft der Bildung" in Bonn stellte das Deutsche Institut für Menschenrechte seine Studie „Inklusive Bildung - Schulgesetze auf dem Prüfstand" vor. Die Studie widmet sich der Frage, inwieweit das Schulrecht der Länder die Anforderungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention im Bereich der schulischen Bildung aufgegriffen hat und erfüllt. Die Studie macht deutlich, dass sich die Bundesländer auf den Weg gemacht haben, inklusive Bildung zu verwirklichen. Ihre Bemühungen treiben sie jedoch mit unterschiedlicher Intensität und Geschwindigkeit voran. Eine Vorabfassung der Studie, die die Monitoring-Stelle zur  UN-Behindertenrechtskonvention in Auftrag gegeben hat, können Sie hier einsehen.

Weitere Ergebnisse des Inklusion-Gipfels finden Sie auf der Website der Unesco: http://www.unesco.de/gipfel_inklusion_ergebnisse.html

 

Und noch eine weitere Studie untersucht den Stand inklusiver Schulbildung: Die Veröffentlichung „Sonderpädagogische Förderung in Schulen 2003 – 2012“ der Kultusministerkonferenz gibt einen statistischen Überblick über die sonderpädagogische Arbeit an Förderschulen und allgemeinbildenden Schulen in Deutschland. Die Daten zeigen unter anderem auf, dass sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in allgemeinen Schulen seit 2003 von 17,5 Prozent auf 28,2 Prozent im Jahr 2012 um mehr als ein Zehntel erhöht hat. Trotz der zunehmenden Bestrebungen, junge Menschen mit sonderpädagogischen Bedürfnissen auch in allgemeinen Schulen zu unterrichten, ist der Anteil derer, die eine Förderschule besuchen, jedoch seit 2003 nahezu stabil. Im Jahr 2012 besuchte fast jeder zwanzigste Schüler in Deutschland eine Förderschule (4,8 Prozent). Weitere Ergebnisse stehen zum Download zur Verfügung. eit.

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